Sonntag, 18. Januar 2015

Dackelrennen

Berlinbanal bei Lottis Teckelgruppe: Lotti hatte leider ärztliches Startverbot fürs Dackelrennen, konnte also ihren Titel vom Vorjahr nicht verteidigen.


Rudower Dackelrennen am Sonnabend, 11. Oktober 2014
Es würde das erste Dackelrennen unserer neu gegründeten Teckelgruppe Birkholz stattfinden, ja die erste öffentliche Veranstaltung in eigener Verantwortung überhaupt. Und dann dieser Morgen!
Es war nicht besonders kühl, aber es regnete. Nicht daß es schüttete, doch es regnete stetig, ohne Unterlaß, und die Wolkendecke sah nicht so aus, als würde es ein schnelles Ende damit haben. Wer es schlecht mit uns gemeint hätte, der hätte ein solches Wetter geschickt.
Am Vortag schon hatten die Kutters, Anette und Helmut, die Nestlers, Natalie und Ronnie, und Karin Kobart das Veranstaltungsgelände im Vereinsgarten der Eigenheim- und Grundbesitzer Rudow rennfertig gemacht. Die Buden und Stände waren aufgestellt worden und wurden nun bestückt mit den hausgemachten Köstlichkeiten. Vater Gerhard Kutter hatte die Beschallungsanlage gewohnt professionell installiert. Der Beglückung des Rennpublikums stand nichts mehr im Wege, außer – der Regen. Doch in diesen hinein tröpfelten schon die ersten Rennenthusiasten sowohl mit Anhang, also ihrem Teckel, als auch ohne als bloße Schaulustige. Und es blieb nicht bei dem Tröpfeln; immer mehr Teckelrennfans verschafften Alexandra Gorell und Heidi Rogge bei der Anmeldung mehr als genug Arbeit. Und je mehr kamen, desto weniger regnete es. Lassen wir die Frage beiseite, ob hier Magie im Spiel war: Um es vorweg zu nehmen, zum Startbeginn gegen 12 Uhr würde es aufgehört haben zu regnen und der Rennplatz würde bestens gefüllt sein mit Teckeln, ihren Hundeführern und Schaulustigen. 
Viele hatten schon ordentlich Mittagshunger mitgebracht. Ronnie Nestler bekam nun gut zu tun an der Bonkasse. Die Drei von der Kaffee-Tee-Kuchentheke, - Franziska von Godin ,Ute Prochnow und Gitti Ohrmann - sowie Martin Schlenkrich am Stand fürs Herzhafte hielten dem Ansturm aber locker stand.
Pünktlich, so gegen 12 Uhr, wurde zum Veranstaltungsbeginn geblasen. Die gruppeneigenen Jagdhornbläser, Helmut und Anette Kutter, Karin Kobart und Doris Griebel zückten ihre Plesshörner und los gings zur Einstimmung mit 'Begrüßung' und der 'Teckelfanfare'. Der 1. Vorsitzende Dominic Krohn begrüßte danach die Anwesenden und übergab den Stab an Karin Kobart, die ausführlichst den Teckel in all seinen Haararten, Größen und Farbvariationen vorstellte. Die nun immer hibbliger werdenden Teckel mußten noch eine kurze Erläuterung des Reglements überstehen und endlich wurde gestartet. Simone Stach übernahm das Mikro, um das Renngeschehen sachkundig wie launig in all seiner Dramatik zu kommentieren.
Knapp 40 Teckel hatten gemeldet, die unterteilt nach Alter und Größe der Teckel, jedoch nicht nach Geschlecht gestartet wurden; Rüden und Hündinnen liefen also gegeneinander. Es begann mit einer harten Ausscheidungsrunde bei den Puppys, bei der es gleich um alles ging. Gesteigert wurde die Spannung weiter bei den Senioren in beiden Größen, denn die Teckel mußten von Anfang an ins Stechen. Auch tragische Momente blieben nicht aus: Wenn Herr- oder Frauchen ihren Teckel schon als den sicheren Sieger wähnten, der Teckel jedoch zu früh meinte, seine Schuldigkeit getan zu haben und verabsäumte, bis zur Ziellinie das Tempo hochzuhalten. Da wurde er prompt vom durchlaufenden Kontrahenten noch abgefangen. Schlag auf Schlag ging es weiter, denn nun waren die 'Erwachsenen' an der Reihe; die größte Gruppe der Teckel, die sich folglich erst einmal durch Vorlaufrunden kämpfen mußten, um aufs Treppchen zu kommen.
Zeit für eine Pause. Die Jagdhornbläsergruppe, inzwischen verstärkt durch Maren Hoff, blies mit 'Sautod' zum Essen. 

Die einen stürmten die Theken, um sich nun endlich etwas vom Prager Schinken, einen Teller Chili con carne oder eines der herrlichen Kuchenstücken einzuverleiben. Andere nutzten die Gelegenheit und ließen ihren Teckel den neben der Rennstrecke verlaufenden Agility-Parcours von Magdalena Schabram trainieren. Und dann gab es da ja noch zum shoppen die Stände mit den Homemade-Marmeladen und Imkerspezereien und dem Kobart'schen Hunde-Equipment. Dann ging es ging aber dem Rennhöhepunkt entgegen: Die Finalläufe der Erwachsenen-Zwergteckel standen an und last-but-not-least die Läufe in der Königsklasse der Erwachsenen-Standard. Zünftig wurde das Rennende mit 'Auf Wiedersehen' abgeblasen. Blieb noch die Siegerehrung, bei der Dominic Krohne die Pokale für die Sieger und die Leckerlispenden der Firma Bosch an die folgenden Gespanne überreichte:

Puppys Standard:
1. Minze – Fr. Baltruffs
2. Ludo – Hr. Helm
3. Fritzi – Fr. v. Godin
Senioren Zwerge:
1. Püppi – Fam. Rux
2. Gustav – Fr. Brügge
3. Zenzi – Fam. Rux
Senioren Standard:
1. Charly – Fr. Makowski
2. Hucky – Fr. Ringel
3. Daggie – Fr. Brügge
Erwachsene Zwerge
1. Frieda – Hr. Helbig
2. Lotti – Hr. Pickert
3. Paula – Hr. Zimmermann
 Erwachsene Standard
1. Justav – Fr. Schabram
2. Dolly – Hr. Opitz
3. Milena – Hr. Henke
Es war kein Kuchenkrümel, keine Fleischfaser übriggeblieben und wenn ich mich recht entsinne, kam sogar die versinkende Sonne ein ganz klein wenig durch die Wolken.
Also bis zum nächsten Jahr. Egal bei welchem Wetter. Auf alle Fälle. Gleiche Stelle.

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