Berlinbanal bei Lottis Teckelgruppe: Lotti hatte leider
ärztliches Startverbot fürs Dackelrennen, konnte also ihren Titel vom
Vorjahr nicht verteidigen.
Rudower Dackelrennen am
Sonnabend, 11. Oktober 2014
Es würde das erste
Dackelrennen unserer neu gegründeten Teckelgruppe Birkholz
stattfinden, ja die erste öffentliche Veranstaltung in eigener
Verantwortung überhaupt. Und dann dieser Morgen!
Es
war nicht besonders kühl, aber es regnete. Nicht daß es schüttete,
doch es regnete stetig, ohne Unterlaß, und die Wolkendecke sah nicht
so aus, als würde es ein schnelles Ende damit haben. Wer es
schlecht mit uns gemeint hätte, der hätte ein solches Wetter
geschickt.
Am
Vortag schon hatten die Kutters, Anette und Helmut, die Nestlers,
Natalie und Ronnie, und Karin Kobart das Veranstaltungsgelände im
Vereinsgarten der Eigenheim- und Grundbesitzer Rudow rennfertig
gemacht. Die Buden und Stände waren aufgestellt worden und wurden
nun bestückt mit den hausgemachten Köstlichkeiten. Vater Gerhard
Kutter hatte die Beschallungsanlage gewohnt professionell
installiert. Der Beglückung des Rennpublikums stand nichts mehr im
Wege, außer – der Regen. Doch in diesen hinein tröpfelten schon
die ersten Rennenthusiasten sowohl mit Anhang, also ihrem Teckel, als
auch ohne als bloße Schaulustige. Und es blieb nicht bei dem
Tröpfeln; immer mehr Teckelrennfans verschafften Alexandra Gorell
und Heidi Rogge bei der Anmeldung mehr als genug Arbeit. Und je mehr
kamen, desto weniger regnete es. Lassen wir die Frage beiseite, ob
hier Magie im Spiel war: Um es vorweg zu nehmen, zum Startbeginn
gegen 12 Uhr würde es aufgehört haben zu regnen und der Rennplatz
würde bestens gefüllt sein mit Teckeln, ihren Hundeführern und
Schaulustigen.

Viele
hatten schon ordentlich Mittagshunger mitgebracht. Ronnie Nestler
bekam nun gut zu tun an der Bonkasse. Die Drei von der
Kaffee-Tee-Kuchentheke, - Franziska von Godin ,Ute Prochnow und
Gitti Ohrmann - sowie Martin Schlenkrich am Stand fürs Herzhafte
hielten dem Ansturm aber locker stand.
Pünktlich,
so gegen 12 Uhr, wurde zum Veranstaltungsbeginn geblasen. Die
gruppeneigenen Jagdhornbläser, Helmut und Anette Kutter, Karin
Kobart und Doris Griebel zückten ihre Plesshörner und los gings zur
Einstimmung mit 'Begrüßung' und der 'Teckelfanfare'. Der 1.
Vorsitzende Dominic Krohn begrüßte danach die Anwesenden und
übergab den Stab an Karin Kobart, die ausführlichst den Teckel in
all seinen Haararten, Größen und Farbvariationen vorstellte. Die
nun immer hibbliger werdenden Teckel mußten noch eine kurze
Erläuterung des Reglements überstehen und endlich wurde gestartet.
Simone Stach übernahm das Mikro, um das Renngeschehen sachkundig wie
launig in all seiner Dramatik zu kommentieren.

Knapp
40 Teckel hatten gemeldet, die unterteilt nach Alter und Größe der
Teckel, jedoch nicht nach Geschlecht gestartet wurden; Rüden und
Hündinnen liefen also gegeneinander. Es begann mit einer harten
Ausscheidungsrunde bei den Puppys, bei der es gleich um alles ging.
Gesteigert wurde die Spannung weiter bei den Senioren in beiden
Größen, denn die Teckel mußten von Anfang an ins Stechen. Auch
tragische Momente blieben nicht aus: Wenn Herr- oder Frauchen ihren
Teckel schon als den sicheren Sieger wähnten, der Teckel jedoch zu
früh meinte, seine Schuldigkeit getan zu haben und verabsäumte, bis
zur Ziellinie das Tempo hochzuhalten. Da wurde er prompt vom
durchlaufenden Kontrahenten noch abgefangen. Schlag auf Schlag ging
es weiter, denn nun waren die 'Erwachsenen' an der Reihe; die größte
Gruppe der Teckel, die sich folglich erst einmal durch Vorlaufrunden
kämpfen mußten, um aufs Treppchen zu kommen.
Zeit
für eine Pause. Die Jagdhornbläsergruppe, inzwischen verstärkt
durch Maren Hoff, blies mit 'Sautod' zum Essen.
Die einen stürmten
die Theken, um sich nun endlich etwas vom Prager Schinken, einen
Teller Chili con carne oder eines der herrlichen Kuchenstücken
einzuverleiben. Andere nutzten die Gelegenheit und ließen ihren
Teckel den neben der Rennstrecke verlaufenden Agility-Parcours von
Magdalena Schabram trainieren. Und dann gab es da ja noch zum shoppen
die Stände mit den Homemade-Marmeladen und Imkerspezereien und dem
Kobart'schen Hunde-Equipment. Dann ging es ging aber dem
Rennhöhepunkt entgegen: Die Finalläufe der Erwachsenen-Zwergteckel
standen an und last-but-not-least die Läufe in der Königsklasse
der Erwachsenen-Standard. Zünftig wurde das Rennende mit 'Auf
Wiedersehen' abgeblasen. Blieb noch die Siegerehrung, bei der Dominic
Krohne die Pokale für die Sieger und die Leckerlispenden der Firma
Bosch an die folgenden Gespanne überreichte:
Puppys
Standard:
1.
Minze – Fr. Baltruffs
2.
Ludo – Hr. Helm
3.
Fritzi – Fr. v. Godin
Senioren
Zwerge:
1.
Püppi – Fam. Rux
2.
Gustav – Fr. Brügge
3.
Zenzi – Fam. Rux
Senioren
Standard:
1.
Charly – Fr. Makowski
2.
Hucky – Fr. Ringel
3.
Daggie – Fr. Brügge
Erwachsene
Zwerge
1.
Frieda – Hr. Helbig
2.
Lotti – Hr. Pickert
3.
Paula – Hr. Zimmermann
Erwachsene
Standard
1.
Justav – Fr. Schabram
2.
Dolly – Hr. Opitz
3.
Milena – Hr. Henke
Es
war kein Kuchenkrümel, keine Fleischfaser übriggeblieben und wenn
ich mich recht entsinne, kam sogar die versinkende Sonne ein ganz
klein wenig durch die Wolken.
Also
bis zum nächsten Jahr. Egal bei welchem Wetter. Auf alle Fälle.
Gleiche Stelle.