Ja, zum Huwenowsee ging es einige Meter hinunter, und man wähnte sich während des gesamten Rundlaufs mehr oder minder umgeben von einer hügeligen Landschaft. Tatsächlich umrundet man den See in einer Senke, innerhalb derer man hin und wieder den Abhang hoch und runter läuft.
Daggie, Lotti, Ali, Bert, Charly, Justav, Ottermann kennen sich lange genug und gehen so entspannt miteinander um, daß es kein sonderliches Problem darstellt, wenn einige Teckel angeleint gehen müssen, während die anderen unangeleint laufen können. Der eine oder andere Rüde würde den Ausflug ohne Leine unter Umständen jedoch sonst zu weit ausdehnen.
Annette Kutter hatte glücklicherweise die Exkursion wieder gründlich vorbereitet. Deshalb konnte man sich auch darauf verlassen, daß der gesamte Rundweg circa 6 km lang (und auch nicht länger) sein würde. Läuft man auf dem breit ausgetrampelten Pfad um den See mit seinen diversen Ein- und Ausbuchtungen war nur schwer einzusehen, wie weit sich der See insgesamt erstrecken würde.
Wie es sich im See schwimmt, konnte uns Annette aufgrund ihres Ausflugs hierher im Sommer auch berichten. Gut, es war heute ein angenehm temperierter matt-sonniger Frühlingstag; die noch unbelaubten Bäume gemahnten doch aber eher noch an kühlere Jahreszeiten, und so fühlte sich das Wasser auch an. Für unsere Teckel kein Hinderungsgrund! Schon zu Beginn unseres Rundganges hatte man einige mit angefeuchtetem Fell auftauchen sehen. Als wir dann die Badestelle für eine Zwischenrast erreichten, gabs kein Halten. Stöckchen aus dem Wasser holend frönten die Teckel der Wasserfreude. Und so wurde andauernd Stöckchen geworfen oder auch nur auf der Bank und das Gesicht in die Sonne gehalten oder sich die eine einzige Zigarette gegönnt.
Der Rückweg am Nordufer des Sees entlang führte über Baum und Borke. Der Wind hatte hier einige Spuren hinterlassen, viel Astbruch und eine stämmige entwurzelte Buche, die quer über dem Pfad lag. Die wollte bewältigt werden. Die Teckel wollten natürlich am liebsten hinüber klettern. Da mußte aber auch mal Hilfestellung gegeben werden - für Teckel und Mensch.
Gegen Schluß des Wegs zeigt sich vom See her rechterhand das Schloß von seiner schönsten Seite, bevor es dann linkerhand den Weinberg hochging. Hoffentlich stößts den Gästen nicht sauer auf.
Fast keiner Menschen- oder Tierseele waren wir während der zwei Stunden um den See begegnet.
Wir wollen nun sehen, wie es im Herbst dort aussieht, am Huwenowsee, ein Geheimtip für einen Teckelausflug. Deshalb: Nicht Weitersagen!
[Fotos G., H. Kutter ]